Unsere letzten Tage in Indien
Unsere letzten Tage…
Einen Tag von unserem Aufenthalt in Udaipur habe ich leider flach gelegen. Nach 4 Wochen Indian Food streikte auch mein Magen. Leider musste Juli diesen Tag alleine verbringen – sorry L aber durch die ayurvedischen Kügelchen vom großen alten Mann im Hotel ging es mir am nächsten Tag schon viel besser und wir konnten wieder gemeinsam die Gegend erkunden.
Wir haben uns Tickets für eine Bootsfahrt auf dem Pichola See gekauft und sind eine Stunde darauf geschippert. Wir konnten schöne Fotos von der Stadt und den außergewöhnlichen Baustilen der Häuser machen. Den Nachmittag sind wir noch ein wenig durch die Stadt geschlendert. Abends haben wir uns noch eine traditionelle indische Tanzshow angeschaut. Die war echt interessant. Gezeigt wurden verschiedene Tanzstile aus Rajasthan. Hab auch hier ein paar Bilder reingestellt.
Nach dem es uns beiden gesundheitlich nicht so gut ging, haben wir uns abends noch eine Pizza gegönnt, anstatt indian Food und haben uns dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht.
Wir hatten wieder einen Nachtzug. Diesmal führte uns der Weg nach Agra - noch weiter in den Norden. Wir waren auf unsere zweite Zugfahrt besser vorbereitet. Wir hatten diesmal obere Schlafpritschen und da wir wussten, dass es kalt werden würde haben wir uns doppelt und dreifach mit Klamotten eingepackt. Am Anfang ging es auch tatsächlich noch, doch es hat nicht lange gedauert, dass wir bis auf die Knochen froren. Es war kaum auszuhalten! Natürlich hatte unser Zug auch wieder Verspätung – und so dauerte unsere Zugfahrt fast mehr wie 15 Stunden. Das Wetter in Agra war leider nicht wirklich besser und wir mussten uns extra Decken besorgen. Kein einziges Hotel besitzte eine Heizung! Juli hatte ganz schön zu kämpfen und ihre Stimmung sank von Tag zu Tag L
Aber wir haben versucht das Beste aus der Situation zu machen. Am nächsten Tag besichtigten wir in Agra das „Agra Fort“ hmmm nicht so der Renner mussten wir zugeben. Sehenswert aber keine Besonderheit.
Am Nachmittag hofften wir, dass sich der dichte Nebel etwas verziehen würde und wir endlich das Taj Mahal besichtigen können. Ich wollte doch wenigstens eins der berühmten Fotos vor dem Taj Mahal machen J Der Taj Mahal ist so gigantisch und man muss ihn gesehen haben. Egal in welcher Perspektive man ihn fotografiert, er sieht immer wie gemalt aus. Tip Top und einmalig sieht er aus. Durch den Nebel an diesem Tag sogar ein bisschen mystisch aber seht selbst auf den Bildern.
Um 23:30 Uhr hatten wir bereits unseren nächsten Zug nach Varanasi gebucht. ABER uns wurde vorher schon mitgeteilt, dass sich unser Zug wegen dem Nebel und dem schlechten Wetter um etwa 6-7 Stunden verspäten würde. Hmmm toll dachten wir und nun…???
Wir hatten uns entschieden, den direkten Weg nach Delhi zu nehmen, da dies eh unsere letzte Etappe gewesen wäre und wir ein gutes Angebot bekommen haben am gleichen Abend noch hinzufahren. Das Angebot mit dem Taxi nahmen wir dankend an und machten uns auf den Weg nach Delhi…
(Ich möchte kurz noch mal erwähnen, dass Indien kein einfaches Land ist – und schon recht nicht für so junge Frauen wie wir. Blond und europäisch. WIR - hatten zwar in unserer ganzen gemeinsamen Zeit immer das Glück von guten Menschen umgeben gewesen zu sein. Überall wurden wir herzlich aufgenommen, haben Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen. Es wurde immer und überall jeder Hebel in Bewegung gesetzt wenn wir Hilfe benötigten und wir sind von einer guten Hand in die nächste gereicht worden. Uns wurde nichts gestohlen und wir wurden auch nicht belästigt (außer von den Straßenverkäufern, den Taxi und TukTuk Fahrern natürlich J) Trotzdem ist Indien sehr anstrengend und es gab viele Momente die uns unsere letzten Kräfte gekostet haben. Allem voran unsere Krankheiten zwischendurch, die Armut, die bettelten Menschen, die Kinder die nackt auf der Straße spielen, der Müll und die Tiere auf den Straßen und am Ende noch die Kälte… Es gab einige Dinge die uns überlegen ließen ob wir entweder einen anderen Weg einschlagen oder doch frühzeitig abreisen sollen.
Und so haben wir heute in Delhi unsere Tickets umschreiben lassen und haben Indien verlassen…
Ich habe mich auf den Weg nach Bangkok gemacht und Juli ist hoffentlich gut zuhause angekommen. Die Reise hat uns verändert und ich glaube man hat sich wieder ein Stück mehr selbst kennen gelernt.)
Die Umschreibung der Tickets war die reinste Katastrophe. Bevor wir entschieden hatten, dass wir früher wie geplant abreisen, habe ich mich in Deutschland abgesichert, dass es zum einen freie Plätze für den nächsten Flug gibt, dass mir keine Kosten entstehen und das ich mein Ticket am Flughafen umschreiben lassen kann. Als wir am Flughafen in Delhi angekommen sind und wir den richtigen Schalter gefunden hatten, teilte mir die gute Frau natürlich mit, dass sie nichts für mich tun könnte – außer ich buche für 200€ ein neues Ticket. Ja ja klar…
Sie schrieb uns die Adresse von dem Air India Reservation Office auf und wir fuhren mit dem Taxi den ganzen Weg zurück in die Stadt um unsere blöden Tickets zu ändern. Es war halb elf als wir vom Flughafen los sind. Julis Flug ging um 13:30 Uhr nach Ffm und meiner um 14:00 Uhr nach Bangkok. Ich sagte dem Taxifahrer er solle Gas geben, damit wir unsere Flüge noch bekommen. Im Office angekommen, haben wir jeder eine Nummer bekommen. (Wie in Deutschland) Gerade an der Reihe war Nummer 17… Wir hatten die 41 und 42. Ich bin zu einer Mitarbeiterin hin und habe ihr gesagt, dass unsere Flüge bereits in wenigen Stunden gehen und sie haben uns zum Glück vor gelassen. Dann ging alles so schnell. Mein Flug konnte ohne Probleme umgebucht werden – doch der von Juli (nur weil er eine halbe Stunde früher ging) haben sie nicht mehr geändert.
Ich musste mich jetzt beeilen damit ich rechtzeitig zum Einchecken komme.
Eigentlich wollte der Taxifahrer von vorher auf uns warten, doch der war WEG!!! Ich dachte naja kein Problem, in Indien gibt es ja ein Überschuss an Taxen. Doch keine Chance… An einer vielbefahrenen Straße hat nicht ein einziges Taxi angehalten. Ich war schon total verzweifelt, schrie auf der Straße: „TAXI, TAXI“ aber ohne Erfolg. Dann fiel mir noch ein, dass ich ja gar kein Geld mehr hatte. Ich besaß nur noch 90 INR und die Fahrt zum Flughafen kostete mind. 500 INR. Jetzt auch noch einen Geldautomaten finden. Ich bin schirr wahnsinnig geworden. Ich war nervös und wusste nicht recht in welche Richtung ich gehen sollte. Im Kopf war ich echt verwirrt. Doch dann kam wieder unser ständig begleitender Engel zum Einsatz und schickte mir Banti J Er half mir einen Automaten zu finden, doch dann der Schock – er war kaputt. Da streckte mir Banti einen 500 INR Schein in die Hand und schenkte mir das Geld. Unglaublich dachte ich, das kann alles nicht wahr sein. Er brachte mich zu einem naheliegenden Taxistand, er übersetzte alles für mich und ich kam, zwar völlig außer Atem und völlig erschöpft aber rechtzeitig am Flughafen an.
Dann ging mein Flug nach Thailand...
04.01.2011 - 07.01.2011 Udaipur
Angekommen in Udaipur!
Diesmal haben wir uns einen Flug von Mumbai nach Udaipur gegönnt. Der Flug dauerte nur 1 Stunde, der Check-In verlief problemlos.
Als wir aus dem Flugzeug ausstiegen, sind wir erstarrt… Hmmm hatten wir vergessen vorher etwas über die Temperaturunterschiede in Indien zu lesen?!? Ich glaube schon J In Goa waren es 30 Grad im Schatten und jetzt haben wir nur noch 17 Grad tagsüber und von nachts möchte ich gar nicht erst reden. Wir frieren uns wortwörtlich den Arsch ab. In den Hotels zieht es durch jede Ritze und in Agra und Varanasi soll es noch kälter sein. In Nord-Indien herrscht Winter…
ABER – Udaipur ist wunderschön und ich bin froh, dass wir unsere Pläne noch mal geändert hatten um hier her zu kommen.
Man sagt Udaipur ist die romantischste Stadt Rajasthans, wenn nicht sogar ganz Indiens. Udaipur ist auch „the city of lakes“ der Pichola See ist herrlich und auch all die schönen Paläste die man hier besichtigen kann.
Am zweiten Tag haben wir uns wie echte Touris eine Sightseeing Tour gegönnt. Wir hatten einen persönlichen Fahrer der uns überall hingefahren hat und uns die schönsten Plätze der Umgebung gezeigt hat. Der allerschönste Ort den wir seit Indien gesehen haben und den ich kurz erwähnen möchte, war heute der Spice and Vegetable Markt. Auf diesen Markt kommen so gut wie keine Touristen, da er im Lonely Planet Reiseführer nicht aufgeführt ist J Gut für uns… Der Markt ist voller prachtvoller Farben und Gerüchen. Man kann alles probieren, riechen und fühlen und die Frauen tragen farbenfrohe Saris. This was the real India – and we loved that J Die Menschen in Udaipur sind sehr freundlich und herzlich und bedrängen einen nicht zu sehr. Das ist sehr angenehm! Unsere Sightseeing Tour durch Udaipur ging 6 Stunden. Juli hat endlich einen maßgeschneiderten Sari gefunden und wir hatten am Abend ein hervorragendes Dinner.
Wir hatten nämlich für 16:00 Uhr einen indischen Kochkurs bei Emma gebucht. Ihr Englisch ist nicht so gut aber es reichte vollkommen aus um ein wenig zu verstehen was wir leckeres zubereiteten. Am Abend haben wir dann unsere Kreationen im typisch indischen Stil serviert bekommen. Aber seht selbst die Bilder in meiner Bildergalerie!
Ich habe den Tag sehr genossen und ich fühl mich wohl - mein Schlusswort für heute lautet:
Life is like an ice cream – eat and enjoy it before it smells J
03.01.2011 Ankunft in Mumbai
Die Busfahrt nach Mumbai war so furchtbar!!! Es war eng, kalt und es hat ohne Ende geschaukelt. Aber auch die 12 Stunden Nachtfahrt haben wir überwunden und sind gut in Mumbai angekommen. Wir wurden irgendwo an der Straße herausgelassen und mussten uns ab dort ein TukTuk nehmen. Das brachte uns zu einem schönen und verhältnismäßig günstigen Hotel. Nach kurzem Verhandeln haben wir entschieden, gleich das erste Hotel zu nehmen. Es war schön, zentral und sauber.
Wir hatten HUNGER… und machten uns auf den Weg durch den kleinen Vorort Vila Pala in Mumbai. Mumbai ist schrecklich! Die Kinder spielen und sitzen auf der Straße, Bettler kommen bis an die TukTuk´s und betteln mit ihren Kindern auf den Armen. Der Strand ist der Horror und überhaupt ist es die schrecklichste Stadt seit Ankunft in Indien.
Wir suchten uns ein Restaurant aus dem Lonely Planet Reiseführer heraus und suchten uns einen TukTuk Driver. Doch die verstehen hier so gut wie kein Englisch und wir wollten schon aufgeben…
…als auf einmal Rem auftauchte und uns half. Wir fuhren zu dritt zu einem Restaurant das er uns empfohlen hatte. Rem ist 59 Jahre und Rentner. Das Restaurant lag direkt bei einem Hindu Tempel und das Essen war so köstlich. Ich glaube das war das beste indische Essen seit wir in Indien sind. Das Schöne daran war - auch Rem zahlte alle TukTuk Fahrten inklusive dem Essen. 200 INR/Person = ca. 4,00€. Alles was wir sparen können, geben wir dafür für bessere Unterkünfte aus.
In Mumbai sind wir zum Glück nur 1 Nacht. Am Dienstag geht es weiter nach Udaipur. Diesmal aber zum Glück mit dem Flieger.
26.12.2010 - 02.01.2011 Unsere Zeit in Goa...
Oh man nur zwei Tage vergangen und wir haben schon wieder so viel erlebt!!!
Ein TukTuk brachte uns von Panaji (Panjim) zum Candolim Beach. Unsere erste Station an den Stränden. Als erstes mussten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft machen. Wir hatten Glück und gleich das erste Hotel – 2min. Fußweg vom Strand – hatte noch ein Zimmer für eine Nacht frei. *puhhh Glück gehabt*
Nach dem wir im Hotel eingecheckt hatten, sind wir erst mal die Einkaufsstraße entlang und haben das Paolo Travel Agency gesucht. Den Stress mit den Zugtickets der letzten Tage wollten wir uns nicht wieder geben!!! Also haben wir entschieden, den Rest der Reise komplett festzulegen und alle Busse, Züge und Flüge im Voraus zu buchen. Bei den massigen Zugverbindungen in Indien, kann man sich schwer vorstellen, dass die Züge ausgebucht sind. Aber so ist es!!! 3 Stunden haben wir gebraucht, bis wir die richtige Route zusammen gestellt hatten. Paolo hatte wirklich starke Nerven. Am Ende ist von allem etwas dabei und wir Reisen mit Bus, Zug und Flugzeug weiter.
Danach sind wir zum Strand und haben endlich mal ein bisschen Ausspannen können. Wir haben uns einen kleinen Snack im Bay View Shack gegönnt und haben Micky kennen gelernt. Auch er war ein Engel. Er hat mitbekommen, dass wir für den nächsten Tag ein Zimmer benötigen und hatte natürlich wieder ein Ass im Ärmel. Wie bei unserem Weihnachtsengel zuvor, hatten wir nach zwei Telefonaten eine Unterkunft für die nächsten drei Tage gefunden. Es ist ein Traum! Wir haben ein richtiges Appartement mit Marmorfließen, hell, freundlich und sauber. Eine Terrasse die einmal komplett um das Appartement geht und nur ein paar Schritte vom Strand entfernt.
Am Abend sind wir noch mal an den Strand und wollten eigentlich nur eine Kleinigkeit essen…
Vorbei kamen wir an einer sehr edlen white Bar am Strand mit weißen Sofas, Sonnenschirmen, guter Musik und dekadenten Gästen. Wir wollten eigentlich nur schauen und einen Trink an der Bar nehmen als auf einmal Udai und Milan in die Bar kamen und direkt auf uns zusteuerten. Oh mein Gott – jetzt waren wir mitten drinnen. Goa ist ja bekannt für seine Drogen Exzesse aber dass es so offen gezeigt wird hätte auch ich nicht gedacht. Udai war bereits in seiner eigenen Welt als sie ankamen. Okay – wir fühlten uns von Anfang an nicht sehr wohl bei der Sache (obwohl beide sehr sehr nett waren) aber wir wollen Indien kennenlernen und auch diese Seite Indiens gehört eben dazu. In Goa sind die Inder sehr westlich gekleidet, es gibt Gogo Tänzerinnen und die Frauen tragen so gut wie nichts auf ihrer Haut… Hmmm irgendwie ungewohnt wenn man die letzten Wochen nur Frauen in Saris und Männern in Lungis gesehen hat :o)
Am Ende haben wir noch die Zeche geprellt (Udai und Milan haben sicher unsere Getränke gezahlt) und sind zurück ins Hotel gegangen.
Die weiteren Tage haben wir einfach nichts gemacht. Wir haben Gefaulenzt, die Sonne und den Strand genossen – waren aus und haben interessante Leute kennen gelernt.
Donnerstag mussten wir leider unser Appartement räumen und umziehen. Fast hätten wir keine neue Unterkunft mehr bekommen ´- wegen Silvester sind alle Hotels restlos ausgebucht. Aber wir befinden uns ja in Indien und auch Rose (sie vermietete uns das Appartement) hatte wieder eine Lösung und organisierte uns ein neues Zimmer. Die Inder sind in Sachen Dienstleistung wirklich unschlagbar!
Also landeten wir diesmal bei Aylin und ihrem Mann. Wir hatten im Obergeschoss für die nächsten drei Tage wieder unser eigenes Appartement.
Wir waren einen Abend am Anjuna Beach aus. Wir hatten Neil und Ashish kennen gelernt. Mit ihnen sind wir zusammen zur Party gefahren. Anjuna Beach soll der bekannteste und beliebteste Hippie Strand in ganz Goa sein!?! Klar die Partys sind einzigartig und legendär - aber nur wenn man auf der Welle der Hippies und Druffis mit schwimmt. Für unseren Geschmack war die Party für diese Nacht aufregend und interessant aber doch „too much“ um dort für längere Tage eine Unterkunft zu nehmen. Auf der Party haben wir dann ebenfalls AJ und seinen Cousin kennen gelernt. Mit ihnen sind wir weiter zum Club Cubana. Dieser Club liegt oben in den Bergen und war das Highlight dieser Nacht. Ein super schöner Club unterm Sternenhimmel, mit Pool, einer Bar im Außenbereich und einer großen Indoor Tanzfläche. Auf dieser Party haben wir wiederum drei weitere coole Leute kennen gelernt (hier setzt leider das Namensgedächtnis aus) Alles in einem haben wir für den ganzen Abend 250 INR = ca. 4,00€ ausgegeben :o) Noch Fragen??? Haha!
Wir haben uns entschieden am Candolim Beach bis zur Abreise zu bleiben. Wir fühlten uns hier am wohlsten. Micky und Leo vom Bayview Shack sind richtige Freunde geworden und wir haben jeden Tag dort verbracht. Einen Abend sind wir zusammen zur After Dark Party vom Sunburn Festival gegangen. Auch hier haben wir durch die beiden den Eintritt sparen können. 5000 INR = ca. 85,00€. Das Festival war der Hammer und seit langem wieder gute „House Musik“ unter Goa´s Sternenhimmel.
Sonst haben wir viel viel gefaulenzt. Juli ist endlich wieder gesund geworden und Silvester haben wir traditionell am Strand verbracht.
Goa neigte sich dem Ende und wir mussten Abschied nehmen. Den letzten Strandtag haben wir wieder bei Micky und Leo verbracht. Abends hat uns Rohit, ihr Cousin, mit dem Taxi abgeholt und nach Mapusa zur Busstation gefahren. Um 23.30 Uhr am Sonntag ging unser Nachtbus nach Mumbai.
Wir sind traurig, dass wir Goa verlassen mussten. Aber man sagt ja: „man sollte gehen wenn es am schönsten ist“ Und das haben wir jetzt getan. Wir haben Goa genossen und konnten wieder richtig zu Kräften kommen. Man muss vorsichtig sein aber wenn man ein wenig Gespür für die Inder hat und man auf sein Bauchgefühl vertraut, lernt man die besten, schrägsten und interessantesten Inder und Menschen aus aller Welt kennen.
24.12.2010 Weihnachten im Zug
An Heiligabend haben wir uns auf den Weg nach Goa gemacht. Unser Zug ging um 19:50 Uhr von Ernakulam nach Madgaon. Juli hatte oben einen Schlafplatz und ich unten. Es war die Hölle. Ständig hatte ich Angst, dass jemand an meine Sachen geht und so habe ich meinen kleinen Rucksack als Kissen benutzt und meine Beine am Ende auf meinen großen Rucksack gelegt. Es war die HÖLLE!!! Ich weiß gar nicht ob ich überhaupt geschlafen habe. In Indien wird man permanent angestarrt als wären wir Aliens von einem anderen Stern. Als hätten sie noch nie Deutsche gesehen. Das nervt schon ein wenig und strengt furchtbar an, da man versucht den Blicken auszuweichen. Treffen sich die Blicke nämlich wird man sofort angequatscht.
Naja… Unser Zug hatte mal wieder Verspätung und so kamen wir erst nach 17 Stunden in Pernem an. Pernem??? Ja richtig wir waren falsch… Na Prima!!! Eigentlich wollten wir ja in Madgaon aussteigen. Das liegt etwas unterhalb von Panaji wo wir die erste Nacht verbringen wollten. Da zwischen Madgaon und Panaji etwa 40km liegen, hatte Juli darum gebeten, dass wir einfach zwei Stationen weiterfahren weil es ihr nicht so gut ging. Ich hatte zwar kein gutes Gefühl dabei, es war aber okay für mich. Nach kurzer Zeit merkten wir dann, dass wir eigentlich schon längst wieder hätten halten müssen…?!? Und da tauchte an der Straßenseite das Schild Thivim auf. Super dachte ich, hier können wir aussteigen - dann ist es nicht mehr weit. Haha, das Schild bedeutete aber nach Thivim geht’s in die andere Richtung. Oh nein das hieß wir waren schon an Thivim vorbei und bereits in Pernem. Pernem ist der aller letzte Ort bevor man Goa im Norden wieder verlässt ;o)))
Oh man erst mal Schock, Ärger, Rumgezicke und Ratlosigkeit. Und heute ist Weihnachten. Es gab weder Taxen noch TukTuk´s am Bahnhof. Nach dem wir lauthals versucht hatten zu klären wer nun Schuld an dieser Miserie ist und alle Inder im Zug schon etwas merkwürdig schauten, fingen wir einfach an zu Laufen…
Wir konnten uns beide kaum auf den Beinen halten. Juli war krank und meine Mahlzeit war mehr wie 24 Stunden her. Doch dann kam unser Weihnachtsengel auf einem Motorrad vorbeigefahren und fragte ob wir Hilfe bräuchten. Nach Panaji waren es 30km und ich sagte ihm, dass wir ein TukTuk oder Taxi benötigen würden. Zwei Telefonate später hatte er uns tatsächlich eins besorgt.
Das Taxi brachte uns heil nach Panaji wo wir uns ein Zimmer im Maryfair Hostel nahmen und uns erst mal von den 17 Stunden Zugfahrt erholten.
23.12.2010 Periyar Wildlife Park 2
Heute hatten wir noch für 07:30 Uhr einen Nature walk gebucht. Es tat gut die müden Knochen nach der langen Fahrt am Vortag zu bewegen. Leider oder eher natürlich hatten wir keine Tiger gesehen. Wen wundert es??? Tourist Attraction sei Dank! Sehr schade aber wir geben nicht auf.
Um 13:20 Uhr ging dann schon wieder unser Bus nachhause. Auf dem Heimweg nahmen wir einen anderen Weg und sollten eigentlich nur 5 Stunden anstatt 7 Stunden unterwegs sein. Aber wegen eine Panne und einem beinahe Unfall kamen wir, wie bei der Hinfahrt, erst 7 Stunden später an.
Wir beobachten, dass die Inder sehr unterschiedlich sind. Die einen sprechen ein super englisch, sind sehr hilfsbereit und freundlich. Dann gibt es die Inder die einen nur Abzocken wollen, anquatschen und etwas verkaufen wollen und dann gibt es die Kinder. Die einen sind sehr schüchtern, die anderen sehr interessiert. Heute hatte sich eine 14 jährige Inderin neben uns gesetzt und uns angesprochen. Wir waren erstaunt, dass sie mit 14 Jahren ein perfektes Englisch sprach. Sie stellte die gewöhnlichen Fragen: Wo wir herkommen, wie wir heißen, ob uns Indien gefällt, ob wir in Deutschland arbeiten und und und. Sie wollte natürlich viel über uns wissen und wir wollten typische Sachen über Indien erfahren. Sie kam aus gutem Hause und so wunderte es uns nicht, dass sie mit 14 Jahren schon weiß, das sie mit 18 Jahren Medizin studieren möchte um in der Kardiologie zu arbeiten. Ja es gibt auch die andere Seite Indiens.
Da es in Indien einfach zu viele Menschen gibt ist Körperkontakt leider nicht zu vermeiden. Die Busse, Züge und Straßen sind einfach immer so voll, dass man gar keine andere Wahl hat. Juli hat sich diesen Gewohnheiten schnell angepasst und hat es sich bei der Rückfahrt von Periyar auf der Schulter einer Inderin bequem gemacht. Zwar eher unbewusst weil Juli eingeschlafen war aber für die Inderin war das absolut kein Problem und hat es geduldig über sich ergehen lassen. Hihi Das Foto beweist es…
Nach unsere Ankunft im Hostel sind wir nur noch in unsere Betten gefallen.
22.12.2010 Periyar Wildlife Park 1
Heute machten wir uns auf den Weg nach Periyar. Wir wollen die Natur erleben und mit etwas Glück indische Tiger beobachten.
Unser Bus nach Periyar startete um 06:15Uhr in der Früh. Da es so früh noch keine TukTuk´s gab, fuhr uns Joy netterweise zur Bushaltestelle. Um 05:00 Uhr machten wir uns auf den Weg. Unterwegs trafen wir noch ein paar Einheimische die jeden Morgen ihren Frühsport auf der Straße betreiben. *sportlich, sportlich* sah schon echt lustig aus wie sie durch die Gegend walken. Unser Bus startete pünktlich und nun hatten wir eine 7stündige Fahrt vor uns…
Wir hatten gute Sitzplätze weil wir an der ersten Station einsteigen konnten. Doch der Bus füllte sich von Station zu Station immer mehr. Nach nur kurzer Zeit (ich saß außen) war der Bus so voll, dass ich kaum noch auf meinem eigenen Sitz Platz nehmen konnte. Ich weiß nicht wie viele verschiedene Popos, Bäuche, Taschen und Hände ich im Gesicht und am Kopf hatte?!? Alle Inder waren auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Weg in die Schule.
Es dauerte zum Glück nicht so lange und wir hatten auf unseren eigenen Sitzen wieder genug Platz.
Dann führte die Fahrt durch die Serpentinen. Auf und Ab, links und rechts. Es ist ein Wunder, dass wir überhaupt lebend angekommen sind. Der Busfahrer steuerte und fuhr den Bus wie einen Porsche und nahm die Kurven wie ein Formel 1 Wagen. Und das mitten am Abgrund. ABER die Fahrt lohnte sich und endlich bekamen wir die schöne Seite Indiens zu sehen.
Die Landschaft, die Palmen, Blumen und die Weite der Natur war ein Traum und ich habe, trotz der Anspannung im Bus, jede Sekunde genossen. Ich trage definitiv das Element *Erde* in mir und kann wunderbar entspannen wenn ich solch schönen Orte sehe.
Aber was super interessant zu beobachten war ist, dass die Inder sehr hilfsbereite Menschen sind und sehr aufeinander Acht geben. Fremde Inder reden miteinander im Bus als kennen sich bereits seit einer Ewigkeit. Eine Mutter stieg mit ihrem Kind ein und setzte ihr Kind auf den Schoss von einem fremden Mädchen. Eine andere Inderin, die im Bus stehen musste, durfte einfach ihre Tasche auf den Schoss einer fremden Frau legen. Einer anderen wurde bei der Busfahrt schlecht und man reichte ihr sofort eine Kotztüte. So was würde es in Deutschland nie geben. Bei uns wir man ja schon schräg angeschaut wenn man fremden Leuten auf der Straße *Hallo* sagen würde. Von den Indern und ihrer Freundlichkeit untereinander könnten wir uns eine Scheibe abschneiden.
Um 13:00 Uhr erreichten wir Periyar. Ein typischer Touristen Ort und eigentlich kann man über den Ort nicht viel Schönes Schreiben. Es ist wie in jedem Indischen Ort – laut, dreckig, stressig und anstrengend. Ein TukTuk brachte uns zu unserem gebuchten Hostel, dass Coffe Inn. Es lag wie die anderen Hostel ein bisschen außerhalb vom Trouble aber nur 300meter vom Parkeingang.
*Prima*
Wir buchten direkt für 16.00 Uhr eine Elefanten Tour mit 30min. Elephant walk, washing and bath. Die Indischen Elefanten sind noch viel schöner als die Afrikanischen. Die Inder behandeln ihre Elefanten sehr gut. Das merkte man sofort als wir auf dem Rücken des Elefanten durch den Dschungel liefen. Die Elefanten Guides benötigen lediglich ihre Stimme und ein paar Kommandos und der Elefant hört aufs Wort. Sie benutzen niemals Stangen, Stäbe oder spitze Gegenstände um den Elefanten anzutreiben. Der Guide läuft die ganze Zeit nur neben her. (In Afrika war das leider anders)
Nach dem 30minütigen Walk haben wir dem Guide beim Waschen geholfen. Das war das schönste Erlebnis mit einem Wildtier, dass ich je hatte. Der Elefant legte sich auf die Seite und genoss unsere Massage und das kühle Wasser.
Am Ende zeigte uns der Guide noch wie er mit dem Elefanten trainiert und dann war es auch leider schon wieder vorbei.
Wir haben auch bereits am frühen Morgen einen Inder gesehen der mit seinem Elefanten in der Stadt spazieren ging und einen geschmückten Elefanten bei einem Weihnachtsumzug.
21.12.2010 Backwaters
Heute hatten wir eine 3 Stündige Tour auf den Backwaters gebucht. Diese sind sehr beliebt bei den Touristen. Es gibt 3, 6, 7 und 24 Stunden Touren. Uns reichten die 3 Stunden, da wir noch mehr von der Stadt sehen wollten.
Die Tour war schön und sehenswert aber auch nicht der Oberhammer. Das Hausboot auf dem wir waren fuhr Schneckentempo und außer Wasser und Bäumen hat man nichts Interessantes sehen können.
Nach dem Bootstrip, sind wir nach Ernakulam reingefahren und haben uns die Stadt angeschaut. Wir versuchten vergeblich eine Toilette zu finden aber ohne Erfolg. Die Inder sind in der Toilettensache leider nicht so hilfsbereit und wir mussten zurück in den Bahnhof. Wir aßen noch schnell was im Bahnhof und sind dann in die Stadt. Wir waren wir ein bisschen Shoppen und haben uns wenig später auf dem Weg nachhause gemacht.
Seit Montag versuchen wir ein Ticket von Ernakulam nach Goa zu buchen. Da Weihnachten ist (High Season) hatten wir fast keine Chance. Doch auch in Indien sind Connections einfach von Vorteil. Joy kennt einen Freund der am Bahnhof arbeitet und er hat uns auf die Warteliste gesetzt. Wir wissen zwar immer noch nicht ob wir die Tickets bekommen aber wir vertrauen einfach mal auf die Indische Hilfe. Damit auch alles Niet und Nagelfest gemacht werden konnte, sind wir abends mit Joy und unseren Fahrrädern zu Neepak gefahren. Er besorgt uns die Tickets. Seine Wohnung ist kaum zu beschreiben. So heruntergekommen, alt und dreckig. Die Couch besteht lediglich nur aus einem Holzbrett, die mit vier Seilen an der Decke befestigt war. Er fragte uns allen Ernstes ob es bequem sei. Hmmm naja was hätten wir antworten sollen?!? Natürlich sagten wir dass es bequem ist.
Wir überreichten ihm 1000 INR und hofften nun so an unsere Korrupten Zugtickets zu kommen.
Auf dem Rückweg sind wir dann noch in Joy´s Haus gefahren. Er lebt in einem großen, schönen Haus. Sauber und mit einer richtigen Couch. Seine Frau Shina ist Lehrerin für Mathematik und er hat zwei Söhne (5,10) Natürlich bekamen wir sofort etwas zu Essen angeboten was wir nicht abschlagen konnten. Sie waren sehr Gastfreundlich und natürlich interessiert an den deutschen Gewohnheiten.
Dieser Abend war wirklich interessant. Den direkten Vergleich zu Arm und Reich zu erleben…
Juli wollte unbedingt ein Bier!!! In dem Restaurant in dem wir zu Abend gegessen haben, gab uns ein Holländer den Tipp zu Thomas zu gehen. Thomas ist Inder und hatte ein paar Meter weiter sein Restaurant. Man muss wissen, dass man in Kerala wirklich nirgendwo Alkohol bekommt was uns Thomas dann auch bestätigte. Also gaben wir ihm heimlich unsere Tasche und er packte zwei Bier für uns ein.
*Prost*
20.12.2010 Fahrt nach Ernakulam - Fort Kochin
Um 06:00 Uhr in der Früh ging unser Zug nach Kochi/Ernakulam. Sanjayan brachte uns noch zum Zug und half uns bei der Orientierung. Unser Zug war somit schnell gefunden. An jedem Wagon hängen die jeweiligen Passagierlisten mit Sitznummer. Und siehe da auch Juliane und Anna-Lena hatten einen Sitzplatz im Wagon D4 Plätze 7 & 8. Um Punkt 06:00 Uhr fuhren wir los.
Die Zugfahrt war, abgesehen von dem schrägen Typ der neben Juli saß, sehr ruhig. Es war eine gute Entscheidung den Zug zu nehmen, denn man sieht viel viel mehr vom Land. Trotz, dass wir wussten was uns in etwa erwarten wird, waren wir sehr geschockt von dem Anblick des vielen Drecks in den Slums. Es ist unbeschreiblich wie die Menschen in so einem Zustand leben können?!? Das unvorstellbare an der Sache ist, dass die Inder sehr saubere Menschen sind und sehr viel Wert auf ihre sauberen und glänzenden Saris legen aber dann in so einem Dreck leben. Uns ist ein Rätsel wie man seine Saris so sauber halten kann wenn alles um einen herum so dreckig ist. An manchen Orten haben wir gesehen, dass die Inder ihren Dreck einfach verbrennen. Sie denken wohl damit wäre das Problem erledigt. Allerdings will ich nicht wissen welche Stoffe durch das Verbrennen freigesetzt werden und welche Schadstoffe in das Grundwasser fließen. Es gibt wirklich NIRGENDWO einen Mülleimer. Die Inder benutzen ihr eigenes Land, ihre eigene Stadt, ihre Gegend in der sie aufgewachsen sind, ihr eigenes Zuhause als Mülleimer. Sie zerstören ihr eigenes schönes Land und sehen glaube ich gar nicht mehr wie schön sie es haben könnten…
Mit 45 Minuten Verspätung kamen wir in Kochin an. 45 Minuten zu spät?!? Da würde in Deutschland ein heilloses Chaos ausbrechen - aber hier ist das normal :o)
Wir wurden von Joy, Tommys Cousin, am Bahnhof abgeholt. Er hat ein Gästehaus in dem wir bis Freitag bleiben können. Die Nacht kostet 8,00€ und wir haben ein sehr schönes sauberes Zimmer mitten im Geschehen.
Heute Abend waren wir am Hafen auf einem Basar und haben die Gegend erkundigt. Am Hafen haben wir ein schönes Restaurant direkt am Wasser gefunden. Das Essen war hervorragend. Für 2 Getränke, 2 Hauptgänge und 2 Desserts haben wir umgerechnet 11,00€ bezahlt. Da kann man wirklich nicht meckern.
Die Planung der nächsten Tage entwickelte sich zu einer Katastrophe. Die Zugverbindungen nach Gokarn sind doch nicht so gut wie gedacht und man bekommt von jedem einen anderen Tipp. Das müsst ihr sehen, da müsst ihr hin, dort ist es nicht schön, das lohnt sich nicht etc. pp. Mangalore wurde daher auch schon aus unserer Route gestrichen, da uns von allen Seiten gesagt wurde, dass es dort außer vielen Geschäftsleuten nicht viel zu besichtigen gibt. Also haben wir doch entschieden einen Direktzug nach Goa zu nehmen um dort Weihnachten und Silvester zu verbringen. Wir haben auch noch den Hinweis bekommen, dass Jaipur nicht so sehenswert sein soll und das wir lieber nach Udaipur oder Bundi fahren sollten. Dort seien noch nicht so viele Touristen und es soll sehr schön sein.
Bis Freitag bleiben wir jetzt erst mal in Kochin und haben ein paar schöne Aktivitäten gebucht…
13. - 14. Tag
Unser letzter Tag im Treatment House :o(
Juli hat sich bereits eingelebt und wir wollten unbedingt noch etwas von Trivandrum sehen. Unsere erste Idee nach Kaniyakumari zu fahren haben wir verworfen und uns stattdessen dafür entschieden nach Kovalam an den Strand zu fahren.
Dort angekommen, haben wir erst mal die Lage gecheckt und uns orientiert. Nach dem wir einen für uns geeigneten Platz gefunden hatten haben wir uns unter den Sonnenschirm gelegt und das Meer genossen. LEIDER…. war heute Sonntag. D.h. es waren auch unheimlich viele Einheimische am Strand – die laufen den ganzen Tag den Strand auf und ab und schauen sich die Damen im Bikini an. Gut dachten wir uns, sollen sie halt gucken. Als aber dann einer begann uns zu Fotografieren (und das ganz offensichtlich, ist ein beliebtes Hobby bei den Indern) wurden wir doch etwas sauer. Zuerst probierten wir es auf die Nette Anna & Juli Art. Als sie aber nicht aufhörten sprang Juli auf, schnappte sich ihren FlipFlop und fuchtelte vor seinen Augen damit herum und brüllte: „STOP IT“ Total entsetzt schaute er Juli an und hörte auf. Eine Weile standen die Herren noch in unserer Nähe, zogen dann aber ab.
Am nächsten Morgen um 05:00 Uhr verließen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge das Treatment House. Zwei Wochen waren ideal um sich auf die Indische Kultur und das Klima einzustellen.
Jetzt beginnt das Abenteuer….
12. Tag Sie ist daaaaaaaaaaaaaaa!
Endlich ist Juli da!!!
Nach etlichem Schneechaos in Deutschland, Verspätungen, Stornierungen, langem Warten und zittern ist sie endlich in Indien eingetroffen.
Zwar Müde, erschöpft und mit dicken Beinen aber sie ist voller Tatendrang ;o)
Um 22:00 Uhr sind Sanjayan und ich zum Flughafen nach Trivandrum gefahren um sie abzuholen. Dafür das sie in Deutschland 5 Stunden später gestartet ist, ist sie in Trivandrum nur eine halbe Stunde später gelandet. Sie hätte eigentlich 7 Stunden Aufenthalt in Delhi gehabt, da sie aber in Frankfurt später gestartet sind verkürzte sich ihre Zeit in Delhi auf 2 Stunden und sie kam rechtzeitig in Trivandrum an. Super Zeit!
Im Treatment House angekommen, sind wir direkt auf mein Zimmer und haben bis spät in die Nacht gequatscht, gequatsch, gequatscht.
Es gab eine Menge aufzuholen und es ist viiiiieeeel passiert bei uns in den letzten Wochen.
Gerade genießt sie ihre erste Footmassage von Vijay und später fahren wir noch nach Trivandrum rein in den angesagtesten und bekanntesten Modeladen in Indien:
http://www.fabindia.com/stores
Hier werden wir Juli erst mal richtig einkleiden ;o)))
Morgen geht es nach Kanyakumari - der südlichste Punkt Indiens.
11. Tag
Nichts tun, nichts tun, nichts tun...
Faulenzen, faulenzen, faulenzen....
Schlafen, schlafen, schlafen....
Essen, essen, essen....
;o)
10. Tag Indische Hochzeit
Heute war endlich die Indische Hochzeit auf die ich mich schon so gefreut hatte. Alle unsere Behandlungen wurden heute extra Früh gemacht, damit wir rechtzeitig los konnten. Für 10:30 Uhr war die Zeremonie angesetzt. Ich war schon so aufgeregt, man hätte glatt denken können, dass es meine eigene Hochzeit ist ;o))) haha.
Ich bat die Damen vom Ayurveda mir beim Anziehen des Saris zu helfen. Eigentlich brauchen sie bei sich selbst 5min. um sich Bluse, Unterrock und den laaaaaaaaangen Sari anzuziehen. Bei mir allerdings dauerte es ca. 30min. Keine Ahnung wieso aber sie hatten wohl eine Menge Spaß mit mir und wir haben schon beim Anziehen viel gelacht.
Dann düsten wir, mit einer kleinen Verspätung, zur Hochzeit. Vor Ort trafen wir auf eine ganze Schar von Indern. Die Zeremonie hatte bereits begonnen. Uns war von vornherein klar, dass wir als Deutsche direkt auffallen werden. Als wir dann aber dort ankamen und sie sahen, dass ich auch als Deutsche einen Sari trage und mich ihnen anpasse, war ich sofort akzeptiert. Es war schön und ich fühlte mich gleich wie ein Teil von Ihnen. Die Zeremonie war prunkvoll, mit vielen Blumen und Geschenken. Leider vermisste ich ein bisschen indische Musik und einen traditionellen indischen Tanz. Im Nachhinein wurde mir gesagt, dass die Zeremonien in Indien sehr unterschiedlich seien und ich eher in anderen Teilen Indiens noch größere Hochzeiten finden würde.
Noch größere dachte ich!!! Heute waren bereits 1200 Gäste anwesend! Geht da noch mehr???
Nach der Zeremonie gingen wir runter in den Speisesaal. Wie bewältigt man 1200 geladene Gäste?
Der Speiseraum (man kann es nicht anders sagen) bat Platz für 300 Gäste. Im Akkord wurde hier das Essen aufgetischt, 300 Gäste hereingelassen, gegessen, Hände gewaschen, alles wieder abgeräumt, wieder neu aufgetischt, 300 Gäste rein gelassen, gegessen, Hände gewaschen und so weiter und so weiter. Bis alle 1200 Gäste fertig waren. Gegessen wurde traditionell auf Bananenblättern und es gab Reis mit verschiedenen Dips und Chiabatti. Also das selbe was ich auch die letzten zwei Wochen gegessen habe J
Danach übergaben wir der Braut noch ein kleines Präsent und die Hochzeit war leider schon zu Ende L
Ich würde sagen, eine sehr schöne Hochzeit mit einer sehr schönen Braut aber eher eine kleine traditionelle Zeremonie.
Hier noch alle Bilder von der Hochzeit:
Wie binde ich einen indischen Sari? ;o)
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1. Schritt: legen denSari um ihre Tailie (benuzen sie dazu möglist nicht die verzierten Enden). Die längst Knoten verlaufen waagrecht,wobei die Brokatborte am Ende verlauft.(verbleibender stoff liegt rechts von ihnen). |
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2. Schritt: kreifen sie einen Zipfel aus dem verbleibendem Ende und ein am eng am Körper liegenden Zipfel von den ca.5m.Knoten sie die beiden Enden zusammen so,dass sie ein Rock mit einem rechten Schlitz erzeugen. |
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3. Schritt: führen sie nun die ca.5 verbl.Stoff von rechts an ihren Körper und falten sie mit einem ca.1m des direkt am Körber liegenden Stoffes eine Ziehharmonika.Diese Ziehharmonika stecken sie mittig vorne in ihren Bund.Zur sicherheit können sie dies auch mit Sicherheitsnadeln fest machen. |
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4. Schritt: ca. 1,5-2m Stoff sind hirnach verblieben.Diesen führen sie linksherum hinter ihren Rücken,um die Tailie wieder zu rechten Seite zu führen.Somit haben sie auf ihrer Rückseite einen 2. langen stoff angelegt. |
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5. Schritt: Das schöne geschmückte,aufwendige ende ihres Saris,Paluv liegt nun in ihrer rechten hand. |
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6. Schritt: greifen sie den Stoff in der höhe (siehe bild) mit der rechten Hand,die sie benötigen um den Stoff zur linken Schulter,quer über ihren Öberkörper zu führen. |
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7. Schritt: legen sie dieses Stück welches sie wieder in Ziehharmonika falten (ca.5mal) über ihre linke Schulter wobei das schöne Paluv hinten herrunter Hängt.Ihr Oberkörper ist nun quer mit bis zu linken Schulter bedeckt. |
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8. Schritt: wenn sie so aussehen sind sie fertig sie könnten noch das Paluv was über die Schuler hängt mit Sicherheitsnadeln fest machen das es besser hebt. |

Und so muss es dann aussehen ;o)))
7. - 9. Tag
Hmmm zur Zeit gibt es nicht sehr viel neues zu berichten.
Hier im Treatment House habe ich fast schon so was wie einen Alltag! Morgens meine Ayurveda Behandlung (bis Mittwoch bekomme ich noch das Ölbad) danach beginnt mein Shirodara (Ölstirnguss) und zum Schluss bekomme ich noch mal die Fußmassagen, die ich bereits zu Beginn hatte. Zwischendurch gehe ich zum Essen und um 17:00 Uhr ist immer Yoga. Also zur Ruhe komme ich hier allemal und Entspannt bin ich auch. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal so viel Zeit hatte zum Schlafen. Ich habe innerhalb von 1 Woche 700 Seiten „Stieg Larsson“ gelesen. Unglaublich!!! Naja ansonsten reisen jetzt nach und nach neue Leute an und ab nächster Woche ist das Treatment House dann auch ausgebucht.
Ich habe mir zwar schon ein neues Buch vorgenommen aber irgendwie brauchte ich heute mal eine Pause vom Lesen und schmiss meinen iPod an. Auf einmal überkam es mich und ich dachte: „hast ja lange nicht mehr getanzt“ J also iPod auf die Ohren, Mucke aufgedreht und ein bisschen durchs Zimmer geschwebt, haha. Das war super! Es geht eben nichts über ein bisschen gute Musik. Die Gesänge von Vijay während den Behandlungen sind ja sehr inspirierend, laden aber nicht sehr zum Tanzen ein J außerdem verstehe ich nicht was er singt.
Dann habe mich weiterhin intensiv mit Juli und meiner Indien Route beschäftigt und mich mit dem Buchungssystem der indischen Bahn vertraut gemacht. Unser erster Weg wird uns nach Cochin führen. Hier werden wir wohl für ein paar Tage bei Tommys Indischer Familie wohnen. Er hat es angeboten und wir sind natürlich froh kein Geld für ein Hostel ausgeben zu müssen. Außerdem lernt man so Land und Leute am besten kennen.
Vorgestern saßen wir alle beisammen auf der Veranda und haben uns unterhalten, als auf einmal eine Kirchengruppe von ca. 50 Leuten vor uns standen. Sie sangen Weihnachtslieder und sammelten auf diesem Wege ein bisschen Geld ein. Es war irgendwie komisch die Lieder zu hören, da hier nicht wirklich Weihnachtsstimmung aufkommt.
Wir haben super Wetter zur Zeit. Angenehme Temperaturen, dazu einen schwachen Wind und jeden Tag Sonnenschein. Tropisch aber Frühlingshaft. Und ganz ehrlich, mit Schnee und Minusgraden möchte ich jetzt nicht tauschen wollen.
Am Freitag hole ich mit Sanjayan Juli vom Flughafen ab. Dann berichte ich wieder…
Namasté eure Anna-Lena
5. - 6. Tag
Die letzten zwei Tage habe ich mich, abgesehen von meinen Ayurveda Treatments, mit der Route für Indien beschäftigt.
Ich kann schon jetzt sagen, dass ich froh bin nichts im Voraus gebucht zu haben. Hier im Treatment House habe ich zwei sehr tolle Menschen kennengelernt, die aus beruflichen Gründen bereits die letzten 13 Jahre in der Welt unterwegs sind http://www.shadowyoga.com/profile.php Sie haben mir viele tolle und wertvolle Tipps für Indien gegeben. Zudem konnte ich mit Vijay sprechen. Und auch er konnte mir gute Tipps für die Weiterreise geben.
Aus all den Informationen und den Reise wünschen von Juli, konnte ich unsere Route vor Ort zusammen stellen.
Ich habe mir bereits ein Account bei Indian Railways erstellt, damit wir auf unserem Weg die Tickets online reservieren können. (Ich hoffe das Onlinebooking System ist zuverlässig) ;o) Wir werden sehen...
Am 20.12.2010 nach meiner Ayurveda Kur starten wir unsere 4 Wöchige Rundreise durch Indien.
Die vorläufige Route für Indien steht!
4. Tag
Heute fühle ich mich viel viel besser. Die zweite Kräuterstempelmassage war auch viel angenehmer wie gestern. So langsam lassen die ersten Muskelkatererscheinungen nach. An den Alltag im Treatment House habe ich mich jetzt auch gewöhnt und das Essen schmeckt auch immer besser.
Heute Morgen beim Frühstück, traf ich Sanjayam unseren Driver. (die Namen beherrsche ich auch langsam) Seine Schwester heiratet nächsten Mittwoch und wie ich schon geschrieben hatte sind wir zu der Hochzeit alle eingeladen. Da er so wieso in die Stadt nach Trivandrum musste um auf dem Markt ein paar Dinge zu kaufen, nahm er mich mit. Prima dachte ich endlich mal wieder was erleben und die Stadt bei Tag sehen.
Auf dem Weg in die Stadt, sammelten wir noch Sanjayam Schwester ein und fuhren los. Auf der Straße sieht man furchtbar viele Leute. Ich frage mich wo die alle hinlaufen. Viele Hunde kreuzen den Weg und an das Hupen habe ich mich schnell gewöhnt. Es fahren zwar lange nicht so viele Autos in der Stadt wie in Bangkok (Trivandrum ist ja auch nicht so riesig) aber das gleiche Chaos herrscht allemal. Da ich es von Bangkok schon kenne, hatte ich keine Panik und vertraute Sanjayam blind. Ich machte mir keine Sorgen, dass wir einen Unfall bauen würden. Eines dürfen sie hier Indien allerdings auch nicht – am Steuer telefonieren. Also hat Sanjayam immer brav den Hörer bei Seite gelegt wenn wir an der Polizei vorbei gefahren sind. Wie in Deutschland eben J
Zusammen mit ihm ging ich ins Parthas. Das ist ein größeres Kaufhaus. Hier gehen die Einheimischen zum Shoppen hin. Da sie aber eh alle nur Saris tragen, gab es hier auch nix anderes… J Drei Etagen Saris über Saris in allen möglichen Farben und Stoffen. Ich wusste vorher schon, dass ich entweder ein Türkis- oder Lilafarbenen Sari haben möchte. Die Entscheidung viel schnell auf einen Lila Sari mit Gold Stickerei. Für ein Gewand benötigt man:
1x Sari, 1x Bluse und 1x Unterrock.
Zusammen kostete es mich ca. 1100.00 INR = ca. 17.00€ also erschwinglich.
Schnell noch zum Schneider der mir die Bluse anfertigt und schon hatte ich mein Outfit für die Hochzeit zusammengestellt. Ich wollte Sanjayam auch nicht unnötig mit Einkäufen hinhalten. Den Rest besorgten wir auf dem Markt und fuhren zurück zum Treatment House.
3. Tag
Das erste Mal weckte mich der starke Regen und das Gewitter um 05:00 Uhr in der Früh. Zum Glück konnte ich noch mal einschlafen. Als mein Wecker um 07:30 Uhr klingelte regnete es immer noch.
Heute begann mein Tag wieder mit einer Behandlung. Ich wurde erst von 4, dann von 6 Händen massiert. Mein Körper wurde mit heißem Öl massiert. Die Therapeutinnen benutzten hierfür Stempel die mit Kräutern und Pflanzen gefüllt waren. Nach einer Weile kam Vijay hinzu und massierte mich traditionell mit seinen Händen. Die ganze Massage dauerte wieder 90min.
11:00 Uhr und es regnet immer noch…. L
Ich habe nach der Behandlung und dem Frühstück den ganzen Tag verschlafen J Nach dem Frühstück hab ich geschlafen, das Mittagessen hab ich auch verschlafen und erst am Nachmittag wurde ich wieder wach. Es regnete so wieso bis 16:00 Uhr, daher war das heute auch nicht weiter tragisch. Um 17:00 Uhr gab es dann Yoga.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass wir alle nächste Woche zu einer indischen Hochzeit eingeladen sind. Bei einer indischen Hochzeit dabei zu sein, stand auf meiner Wunschliste für Indien an erster Stelle! J das es jetzt so schnell klappt, finde ich super. Die nächsten Tage werde ich versuchen in die Stadt zu kommen um mir auch ein traditionelles indisches Gewand zu kaufen.
2. Tag
Der zweite Tag ist angebrochen und wieder begann er mit einer Foodmassage (also Vijay massiert mit seinen Füßen, meinen ganzen Körper) wer allerdings schon mal eine gute Massage bekommen hat, weiß das man danach hin und wieder ein bisschen Muskelkater verspüren kann. So auch bei mir!!! Und daher war die Massage an diesem Morgen nicht so angenehm wie am ersten Tag. Aber gut – Augen zu und durch – für irgendwas muss es ja gut sein J
Da die Massage dem Körper sehr zusetzt und ich mich auch an das Essen noch nicht so richtig gewöhnt habe, fühlte ich mich an diesem Morgen nicht besonders gut. Meine Knie zitterten und mein Kreislauf spielte verrückt. Als mir dann auch das Mittagessen nicht so bekam, wurde mir auch noch Speiübel…
Am Nachmittag bin ich dann mit Catherine ein bisschen Laufen gewesen, was meinen Kreislauf zum Glück wieder in Schwung gebracht hat. Die Gegend hier ist leider sehr trist und man kann nicht allzu viel machen. Die nächste größere Stadt ist Trivandrum und ist ca. 10km entfernt. Die Straßen sind der Horror und daher brauch man etwa 20min. Das werde ich die Woche aber sicher mal in Angriff nehmen um ein bisschen was von Trivandrum zu sehen.
Panchakarma Kur
Was mache ich eigentlich die nächsten zwei Wochen im Ayurveda Treatment House? Hier eine kurze Erklärung:
DIE PANCHAKARMAKUR Die effektivste Möglichkeit den Körper in relativ kurzer Zeit vollständig zu entgiften
(3 Wochen sind optimal, 4 Wochen Leben verlängernd) und aus dem Gleichgewicht geratene Doshas zu regulieren, ist die Panchakarmakur.
PANCHAKARMA ist ein Sanskritbegriff und bedeutet:
Fünf-Reinigungs-Behandlungen oder 5 Wege zur Entgiftung
Die wesentlichen Auslöser für eine Disharmonie der Doshas sind Schlackstoffe und Gifte im Körper, die sich über viele Jahre in den Gefäßen und im Körpergewebe ab- gelagert haben. Ursache dieses Verschlackungs-Prozesses können Genussgifte, schadstoffreiche und ungesunde Nahrung, Psycho-Stress, Überarbeitung, ungünstige Lebensumstände, Druck durch soziale Normen oder ähnliches sein. Träge Verdauung, zuwenig Bewegung und Umwelt-Verschmutzung verstopfen mehr und mehr unser Körpergewebe, tragen zusätzlich zur Schlackenbildung bei und führen zu einem trägen Stoffwechsel. Dadurch werden die Alterungsprozesse im Körper beschleunigt, und es zeige sich unliebsame Folgen wie Krankheit, ungesundes Aussehen und verminderte Schönheit.
Ziel der Panchakarmakur ist zunächst die komplette Reinigung und Entgiftung des Körpers, dann die Stärkung und der Aufbau des gesamten Organismus und die Vorbereitung auf ein reibungsloses Funktionieren dieses regenerierten Organismus.
Ein weiteres Ziel ist durch die Tiefenreinigung des Organismus die Erhaltung einer dauerhaften Gesundheit bis ins hohe Alter zu fördern und sowohl chronischen- als auch Risikokrankheiten entgegenzuwirken.
Positive
Auswirkungen der Panchakarmakur:
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Äußerlich sichtbare Auswirkungen
nach der Panchakarmakur
DIE fünf Phasen einer PANCHAKARMAKUR Für jede der fünf Phasen der Entgiftung stehen im Ayurveda unzählige Behandlungs- möglichkeiten zur Verfügung, die der Arzt nach gründlicher Diagnose individuell auf den Gast abstimmt.
Um eine perfekte Reinigung des Körpers zu erzielen und die Doshas optimal auszugleichen, wird der Körper sowohl einer äußerlichen, als auch einer innerlichen Behandlung unterzogen. Zu den Behandlungen von „außen“ gehören zum einen die Ölmassagen, die dazu dienen auf angenehmste Weise Wirkstoffe in den Körper über die Haut einzuschleusen. Zum anderen helfen wohlige Wärmebehandlungen wie Kräuter- oder Dampfbad und Inhalationen den Körper zum Schwitzen zu bringen, damit sich die Poren öffnen und alle Giftstoffe und Keime aus dem Gewebe gelöst und ausgeleitet werden können. Die Entgiftung von ”Innen“ findet mit Hilfe von Kräutermedizin und individuell auf jeden einzelnen Menschen abgestimmter Ernährung statt. Jede einzelne Anwendung ist eine Genuss und ein Erlebnis ganz besonderer Art:
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1. Tag Angekommen im Ayurveda Treatment House
Endlich ging mein Flug nach Trivandrum. Die Warterei an den Flughäfen und im Hotel zerrte wirklich an meinen Kräften. Der Flug dauerte weitere 4 Stunden von Doha nach Trivandrum. Zum größten Teil sind Inder ja eher kleine und zierliche Personen, doch ich hatte das Glück, 4 Stunden neben einem riesen Inder zu sitzen der so groß und kräftig gebaut war, dass er gar keine Chance hatte mir ein wenig Platz zu machen. Die Armlehne war stets seine und sein linkes Knie stieß permanent an mein rechtes. Als das Essen kam, habe ich es aufgegeben und nichts gegessen. Ich war so eingekeilt, dass ich kaum meine Gabel heben konnte J Naja zum Glück habe ich ein wenig geschlafen und der Flug ging schnell vorbei.
Am Flughafen von Trivandrum hieß es dann wieder 30min warten an der Passkontrolle. Aber alles in Ordnung, mein Visum hatte ich ja bereits in Deutschland organisiert.
Der Flughafen in Trivandrum ist so klein, dass sie nur zwei Kofferbänder haben. Ich wartete die ganze Zeit auf meinen Rucksack, bis ich kapiert und gesehen habe, dass ein Flughafenangestellter alle Gepäckstücke am Ende des Bandes runter nahm und auf dem Boden ablegte. Und da war auch mein Rucksack mit dabei. Zum Glück!!! Der Flughafen ist auch sooo klein, dass es keine Ankunftshalle gibt. Die Ankunftshalle befindet sich nach dem Ausgang einfach draußen. Ich wusste ja, dass ich abgeholt wurde und begab mich zum Ausgang… Ich dachte endlich angekommen im Land der Tiger, Ayurveda, Ashrams, Gurus und der Meditation… Es öffnete sich die Tür und tausende Inder standen dort und warteten auf ihr Familien, Freunde und Bekannten. Es herrschte das reinste CHAOS und das Wetter war einfach nur WASCHKÜCHE. In der Menge konnte ich ein Schild mit meinem Namen entdecken. Super dachte ich das klappt ja prima! Rashj…. Empfing mich sehr herzlich (die Namen sind hier so schwer, ich muss das üben) und wir fuhren zum Ayurveda Treatment House. In Afrika herrschte Linksverkehr, in Doha Rechtsverkehr und in Indien wieder Linksverkehr. Ich wusste erst gar nicht wo ich einsteigen sollte J
Mittlerweile war es 05:00 Uhr in der Früh und ich war Tot Müde. Am Treatment House nahm mich dann auch Vijay in Empfang. Er ist hier so zu sagen der Guru, der Lehrmeister des Treatment Houses. Er führte mich zu meinem Zimmer und wünschte mir erst mal eine „Gute Nacht“ Ohhh Prima nach 29 Stunden endlich ein bisschen Schlaf.
Das Treatment House liegt 20km außerhalb von Trivandrum, mitten im Dschungel und an einem Fluss. Es sind einfache aber sehr schöne Zimmer. Erinnert ein bisschen an die 70er. Mit Blümchenkacheln im Bad und alles in einem dezenten Rosa.
Um 10:00 Uhr wurde ich wach und nahm erst mal eine Dusche. Als ich runter kam, fragte man mich ob ich denn Frühstücken möchte und ich „oh ja unbedingt“ ich war hungrig! Hatte ich was falsch verstanden…!?! Vijay führte mich in einen Ayurvedaraum und ich bekam erst mal eine ausgedehnte Massage. Vijay führte diese Massage komplett nur mit seinen Füßen durch. Er musste lachen weil egal wo er ein bisschen fester massierte alles bei mir knackste J Ich war total verspannt. Die Massage von ihm war eine ganz neue Erfahrung für mich und ich freue mich auf die folgenden Behandlungen. Eigentlich wollte ich mich heute schon dem Yoga anschließen aber ich bin eingeschlafen und beginne dann doch erst morgen.
An das Essen muss ich mich auch erst gewöhnen. Es gibt natürlich viel Reis und ayurvedische Kost. Tut mir sicher mal ganz gut aber ob es auch schmeckt ist die andere Sache. Ich aß heute Morgen ein super Müsli, bei dem ich aber irgendwie nicht wusste, ob der Naturjoghurt schon schlecht war oder ob er einfach so schmecken muss Ich wollte nich unhöflich sein und aß ihn brav auf J
Im Treatment House sind letztes WE einige abgereist, so dass wir zur Zeit nur zu viert sind. Zwei weitere Deutsche und ein Pärchen aus Australien. Nächstes WE reisen dann wieder neue Leute an.
Mal sehen was der nächste Tag so bringen wird.
29 Stunden unterwegs - Flug nach Thiruvananthapuram über Doha
Am Flughafen in Kapstadt habe ich meine liebe Lilly verabschiedet… Danach hatten Vicky und ich noch weitere 8 Stunden zum Zeit tot schlagen. Unser Flug ging nämlich erst um 18:55 Uhr. Ich fragte Vicky mit welcher Airline sie fliegen würde und wann ihr Flug gehen würde. Beim Vergleichen der Tickets haben wir erst kurz vorm Einchecken gemerkt, dass wir ja den gleichen Flug nach Doha haben J Supi dachten wir uns und haben gleich mal zwei Sitzplätze nebeneinander reserviert. Wir starteten pünktlich in Kapstadt und hatten noch einen Stopp in Johannesburg – zum Glück konnten wir aber sitzen bleiben und mussten nicht das Flugzeug wechseln. Die Quatar brachte uns heil nach Doha wo sich unsere Wege dann trennten…
Da mein Stopp in Doha 13 Stunden dauert, wollte ich mir ein günstiges Hotel nehmen um mich ein bisschen auszuruhen und Duschen zu können. Um ein Hotelzimmer buchen zu können und um den Flughafen zu verlassen brauchte ich erst mal ein Visum. Natürlich war das die längste Schlange wo ich mich anstellen musste und ich würde sagen, zwischen all den Geschäftsleuten aus aller Welt bin ich mit meiner grünen Afrikanischen Hose und meinen blonden Locken doch etwas aufgefallen J Ich hatte das Gefühl mich beobachten 1000 Augen. Nach geschlagenen 45min habe auch ich den Schalter erreicht und mein Visum bekommen.
Leider ist es in Doha mit Hostels nicht so einfach und so bin ich an einen Schalter gekommen wo mir ein sehr netter Herr geholfen hat ein Hotelzimmer zu buchen. Er buchte das Zimmer auf Ms. Anna J (süß) er organisierte mir ein Taxi und ich musste gar nichts machen. Es ist ein 3* Hotel 10min. vom Flughafen. Das war zwar preislich jetzt nicht so geplant aber besser wie 13 Stunden am Flughafen rum zu hocken.
Im Hotel angekommen habe ich erst mal meine ganzen Techniksachen aufgeladen und war froh, dass es einen deutschen Stecker gab. Internet war auch verfügbar. Top!!!
Um 18:00Uhr (Doha Zeit) werde ich wieder abgeholt und um 20:50Uhr geht mein Flug nach Thiruvananthapuram (Trivandrum)
Nach 24 Stunden auf den Beinen, bin ich froh wenn ich endlich angekommen bin...
Aktuelle Nummer:

+53 582 982 70
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